FROST.INI
Großglockner - Adlersruhe
FROST.INI

Instrumentierung der Permafrostbohrungen an der Adlersruhe (3.454 m) und erste Messergebnisse

Nach dem erfolgreichen Abteufen von zwei neuen, 20 m tiefen Permafrost-Bohrlöchern an der Erzherzog-Johann-Hütte („Adlersruhe“) wurden diese im Oktober 2025 von GEORESEARCH und Land Salzburg mit Temperaturmessketten ausgestattet.

Seither werden die Felstemperaturen in Tiefen von 0,1 m bis 20 m mit einer Genauigkeit von ±0,05 °C kontinuierlich erfasst. Die Messungen erfolgen sowohl im nördlichen als auch im südlichen Bohrloch. Erste Ergebnisse zeigen im oberflächennahen Bereich (0,1–1 m) eine deutliche herbstliche Abkühlung infolge sinkender Lufttemperaturen. In Tiefen unterhalb von 10 m wurden hingegen relativ konstante Felstemperaturen gemessen: rund −3,4 °C im nördlichen beziehungsweise −2,5 °C im südlichen Bohrloch. Die um knapp 1 °C höheren Felstemperaturen im südlichen Bohrloch sind mit großer Wahrscheinlichkeit auf die unmittelbare Nähe zur strahlungsreichen Südflanke zu erklären.

Abbildung 1: Erste Messergebnisse im Oktober 2025 zeigen konstante Felstemperaturen von rund -3.4°C im nördlichen und -2.5 °C im südlichen Bohrloch.

Abbildung 2: Lages des südlichen (links) und nördlichen (rechts) 20 m Tiefenbohrlöcher im Bereich der Erzherzog-Johann-Hütte (3D-Visualisierung).

Abbildung 3:Instrumentierung des südlichen Permafrost-Bohrlochs an der Erzherzog-Johann-Hütte am 08.10.2025.