FROST.INI
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Stakeholder Meeting in Cortina d'Ampezzo (14.04.2026)

 

Wissen über Permafrost. Sicherheit für alpine Infrastrukturen.

 

Unser Interreg-Projekt FROST.INI (2025–2027) verfolgt ein klares Ziel: die Resilienz gegenüber den Auswirkungen und Risiken des Permafrostrückgangs im österreichisch-italienischen Alpenraum zu stärken. Ein zentraler Baustein hierfür ist die enge Einbindung von Stakeholdern – also jener Akteur:innen, die letztlich vor Ort Entscheidungen treffen.

 

Am 14. April – einen Tag nach einem ganztägigen internen Projekttreffen – wurde in Cortina d’Ampezzo ein umfassendes Stakeholder-Meeting organisiert. Es brachte Expert:innen und Praktiker:innen aus Tourismus, Infrastruktur, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Nach dem letztjährigen Treffen in Kaprun war dies der zweite große Stakeholder-Austausch im Rahmen des Projekts.

 

Die Diskussionen konzentrierten sich auf methodische Ansätze – von In-situ-Monitoring und geophysikalischen Untersuchungen bis hin zu digitalen Modellierungsansätzen – und darauf, wie diese Werkzeuge fundierte und vorausschauende Entscheidungen unterstützen können (siehe Programm unten). Darauf aufbauend wurden erste Projektergebnisse präsentiert, darunter neue Permafrostbohrlöcher am Großglockner sowie die Modernisierung zentraler Monitoring-Infrastrukturen an der Grawand und am Kitzsteinhorn.

 

Ein besonders zukunftsweisendes Thema war der aktive Erhalt von Permafrost mittels Kühlsystemen – wie er bereits an der Tofana im Rahmen der Initiative „Rescue Permafrost“ umgesetzt wird. Solche Ansätze könnten künftig an hochalpinen Infrastrukturstandorten zunehmend an Bedeutung gewinnen.

 

Eines ist klar: Das Verständnis von Permafrost ist längst keine rein wissenschaftliche Aufgabe mehr – es wird zu einer zentralen Voraussetzung für sichere und nachhaltige Infrastrukturen im alpinen Raum.

 

Ein großer Dank gilt Chiara Crippa (EURAC) und Antonio Bratus (OGS) für die Organisation eines hervorragenden Stakeholder-Meetings.

 

Stakeholder-Meeting Programm

11:00 – Begrüßung & Einführung in FROST.INI (Antonio Bratus, OGS)
11:20–13:00 – Methoden und Techniken des Permafrost-Monitorings: Vorteile und Grenzen, vergleichende Übersicht der Methoden, Best-Practice-Leitlinien:

13:00–14:00 – Panorama-Lunch und Poster-Session
14:00–16:00 – Plenardiskussion